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Jubiläumskongress der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft – Vergangenheit und Zukunft der Therapie

Frankfurt/Main. Vom 10. bis 12. Dezember findet im Congress Center Frankfurt/Main einer der größten Wirbelsäulenkongresse in Europa statt. Über 2400 Experten werden zur 10. Jahrestagung der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG) erwartet. Der Fokus des Kongresses ist der wissenschaftliche Austausch über neue innovative Behandlungsmöglichkeiten in der Diagnostik und Therapie von Wirbelsäulenerkrankungen.

Um überdies die Verantwortung für die Patienten herauszustellen, wurde erstmals in diesem Jahr ein Patiententag für die interessierte Öffentlichkeit in den Kongress integriert. Dazu erklärt Prof. Dr. Michael Rauschmann, DWG-Präsident und Chefarzt der Abteilung Wirbelsäulenorthopädie der Orthopädischen Universitätsklinik Friedrichsheim in Frankfurt am Main: „Wir sehen, dass bei den Patienten der Wunsch nach Aufklärung und Information stetig zunimmt. Dem haben wir uns als Gesellschaft gestellt, in dem wir im kommenden Jahr die Zertifizierung von Ärzten und auch von Zentren mit einer Pilotphase starten werden. Wir werden außerdem in Kürze ein Zweitmeinungsverfahren anbieten, an dem sich viele Mitglieder der DWG beteiligen werden. Die Patienten können dann über die Homepage der Gesellschaft einen Spezialisten für eine zweite Meinung zu ihrem diagnostizierten Krankheitsbild finden.“

Gerade auch vor dem Hintergrund, dass in der öffentlichen Diskussion steht, es werde zu viel operiert, können sich Patienten dann an den Zertifizierungen für Ärzte und Zentren der DWG orientieren. Es werden zukünftig Kliniken zertifiziert, die u.a. entsprechende Operationszahlen vorweisen können und ein umfangreiches Versorgungsangebot anbieten. Eine persönliche Zertifizierung bekommen Ärzte nur dann, wenn sie eine bestimmte Anzahl an Fortbildungskursen absolviert und eine vorgegebene Zahl an Operationen vorgenommen haben. Dann vergibt die DWG das so genannte „Master-Zertifikat“.

Ein wichtiges Thema des 10. Deutschen Wirbelsäulenkongresses ist auch die Entwicklung neuer und besserer Materialien für die Behandlung der Wirbelsäule. Auch im Bereich des Bio-Engineering wird weiter geforscht. „Das sind aber alles Themen, die sicher nicht in wenigen Jahren zu einem Durchbruch führen werden“, betont Prof. Rauschmann. Aktuelle Themen der wissenschaftlichen Diskussion sind z.B. die Wirbelsäulenchirurgie im Bereich der Revisionsstrategie, die Behandlung von Komplikationen sowie die facettenreichen Möglichkeiten der Schmerztherapie und der konservativen Therapie. Spannende Analysen sind sicherlich in den bewährten Pro- und Contra-Sitzungen zu erwarten.

Patientenforum
Erstmals wird es beim Kongress der DWG am Samstag, den 12. Dezember, von 14 bis 17 Uhr, im Congress Center (an der Messe) einen Patiententag geben. Der Eintritt ist frei. Eingeladen sind Patienten und die am Thema interessierte Öffentlichkeit. Es gibt Vorträge zu wichtigen Themen sowie einige Stände der Industrie und von Selbsthilfegruppen, wo sich Patienten informieren können.