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Chemie-Nobelpreisträger aus Göttingen eröffnet „Microscopy Conference“

Göttingen. Rund 1.000 Mikroskopie-Experten aus Europa und Übersee präsentieren vom 6.-11. September in Göttingen zur „Microscopy Conference“ Trends und neue Forschungsergebnisse – etwa neue Entwicklungen in der Messtechnik sowie in Materialwissenschaften und Lebenswissenschaften. Mit einem spannenden wissenschaftlichen Programm und einer umfassenden Fachausstellung neuester mikroskopischer Geräte ist der hochkarätige Kongress eine wichtige Informationsquelle für alle, die sich für Mikroskopie in wissenschaftlichen Bereichen interessieren. Renommierte nationale und internationale Wissenschaftler präsentieren vielfältige aktuelle Aspekte der Mikroskopie wie Prof. Stefan W. Hell, Göttingen und Heidelberg, der 2014 für seine „Entwicklung hochauflösender Fluoreszenz-Mikroskopie“ mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet wurde.

„Der Eröffnungsvortrag von Nobelpreisträger Stefan Hell, der seine revolutionären Arbeiten zur Lichtmikroskopie vorstellen wird, ist ein spektakulärer Start der MC2015“, so Tagungspräsident Prof. Dr. Michael Seibt, Institut für Physik der Universität Göttingen. „Eine bessere Einstimmung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf ein spannendes wissenschaftliches Programm können wir uns nicht wünschen. Aber auch an den folgenden Tagen bieten wir hochinteressante Vorträge. So wird Tim Salditt (Universität Göttingen) Einblicke in die Abbildung mit Röntgenstrahlen auf der Nanometerskala geben und Joachim Mayer (RWTH Aachen und ERC Jülich) über die aktuellen Fortschritte der aberrationskorrigierten Elektronenmikroskopie berichten, die in den letzten Jahren

eine revolutionäre Entwicklung genommen hat. Bei den Vorträgen der Ernst-Ruska-Preisträger werden dreidimensionale Strukturbestimmung im Zentrum stehen.“

Prof. Seibt betont das vielfältige Programm der MC 2015: „Naturgemäß liegt der Schwerpunkt auf den neuesten Entwicklungen und Anwendungen der Elektronenmikroskopie. Dass in fast allen Forschungsgebieten immer mehr die Kombination vieler Mikroskopietechniken und der Einsatz räumlich und spektral hochauflösender Methoden zum Einsatz kommt, wird auch durch die Vielfalt an Mikroskopien in den Plenar- und Preisträgervorträgen dokumentiert: Elektronenmikroskopische Methoden, in-situ Verfahren, die dreidimensionale Erfassung von Strukturen (Tomographie), die Phasenrekonstruktion (Holographie) und die Röntgenmikroskopie werden vertreten sein.“