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Aktuelle Erkenntnisse zum Schlaganfall: Neue Behandlungskonzepte, Präventionsmöglichkeiten und optimierte Nachsorge

Wien. Vom 13. bis 15. Mai 2015 findet in Wien die „European Stroke Conference“ (ESC) statt, die wichtigste Veranstaltung im Bereich der Schlaganfallforschung in Europa. Mit der Vorstellung aktueller Innovationen in der Schlaganfallbehandlung bietet die ESC ein Forum interdisziplinärer Forschung und klinischer Zusammenarbeit der verschiedenen medizinischen Bereiche, die sich mit dem Schlaganfall befassen – so etwa Neurologie, Innere Medizin, Intensivmedizin und Rehabilitation. Wissenschaftler aus der ganzen Welt tauschen sich über Diagnostik und neue Therapien aus und diskutieren neue Möglichkeiten in der Gehirn- und Gefäßdarstellung, zu interventionellen chirurgischen Eingriffen, in der Stroke Unit und bei experimentellen und klinischen Studien.

„Im Vordergrund steht der Austausch von Ideen und Know-how zwischen erfahrenen Klinikern unterschiedlichster Disziplinen, Wissenschaftlern aus experimentellen und klinischen Forschergruppen sowie Nachwuchsforschern aus der ganzen Welt“, so Tagungspräsident M.G. Hennerici, einer der Gründer der „European Stroke Conference“, die seit 1990 mit Jahreskongressen in ganz Europa stattfindet. „Unser Ziel ist es, neben Internet und Publikationen im persönlichen Erfahrungsaustausch auf allen Gebieten der Schlaganfallforschung unabhängig von politischen Gesellschaften und Institutionen Ideen zu generieren und gemeinsame Projekte voranzubringen, die die Behandlung und Vorbeugung von Schlaganfallereignissen verbessern.“

Ein wichtiger Tagungsschwerpunkt in diesem Jahr liegt im verbesserten Verständnis von Vorgängen, die unmittelbar nach dem Schlaganfallereignis beginnen und die Reorganisation und Rehabilitations-phase entscheidend prägen: Wir wissen heute, dass die Plastizität des Gehirns ebenso wie in der Akuttherapie ein bestimmtes frühes Behandlungszeitfenster vorgibt, das besser genutzt werden könnte als bislang bekannt war. Zu diesem Thema werden Spitzenforscher aus der ganzen Welt ihre neuesten, sensationellen Erkenntnisse vorstellen und gemeinsam mit den Klinikern Strategien zur Umsetzung von Daten aus dem Labor in die Klinik diskutieren.

Außerdem geht es um neue Aspekte der Schlaganfallprävention bei einer immer älter werdenden Bevölkerung mit zahlreichen anderen, überlappenden Krankheiten, die statt der bislang weithin üblichen Behandlungsstrategien „für alle“ nun den individuellen Bedürfnissen Rechnung tragen sollen - etwa bei Patienten, die einen Schlaganfall im Rahmen einer Tumorerkrankung oder unter der Tumorbehandlung erleiden oder bei denen Demenzkrankheiten ein innovatives, angepasstes Schlaganfallmanagement verlangen, anders als das in sogenannten fachgebundenen Leitlinien bislang abgebildet wird ( „personalised stroke management“ ).

Neben traditionellen Themen der Schlaganfallforschung in ihrer ganzen Breite werden zahlreiche wichtige Weiterbildungsinformationen in Teaching Courses behandelt und neue Studien zu den interventionellen Akutmassnahmen beim Schlaganfall in Expertenrunden und -symposien diskutiert.

Alle Informationen sowie das gesamte wissenschaftliche Programm finden Sie auf der Tagungs-homepage unter www.eurostroke.eu.