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12. Unfallchirurgisch-Orthopädisches Symposium in Weimar

Weimar. Am 9. und 10. Januar findet zum 12. Mal das Unfallchirurgisch-Orthopädische Symposium in Weimar statt. Ärzte dieser Fachbereiche aus ganz Deutschland und dem Ausland treffen sich im Gebäude der Kassenärztlichen Vereinigung zum wissenschaftlichen und praktischen Meinungsaustausch. Veranstalter ist die Klinik für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie Sophien- und Hufeland-Klinikum gGmbH, vertreten durch die Chefärzte PD Dr. med. habil. Olaf Bach und PD Dr. med. habil. Wolfram Kluge.

Das Schwergewicht der Veranstaltung liegt in diesem Jahr auf dem großen Thema Infektionen am Skelettsystem. Die Fortschritte der operativen Orthopädie und Unfallchirurgie in den letzten Jahrzehnten waren gewaltig. Es sind Funktionswiederherstellungen und Langzeitergebnisse möglich, die früher undenkbar waren. „Wir haben wunderbare Implantate, für deren Größe und Komplexität es keine Grenzen zu geben scheint. Kein Teil des Skeletts ist unerreichbar, doch mit der Ausdehnung des Zuganges steigt auch das Infektionsrisiko“, erklärt Dr. Olaf Bach. Führt die Operation zu einer Infektion, macht das für den Patienten nicht nur das Funktionsergebnis zunichte, es kann sich daraus auch eine lebensbedrohliche Komplikation entwickeln Dies wiegt umso schwerer, wenn der Primäreingriff wegen einer Erkrankung erfolgte, die zwar die Lebensqualität beeinträchtigte, aber nie in ihrem Verlauf lebensbedrohlich geworden wäre.

„Im Versuch zu heilen und zu lindern züchten wir in unseren Krankenhäusern Keime nie gekannter Aggressivität und Resistenz. Auch bis ins Groteske getriebene Hygienekampagnen vermögen dies nicht zu verhindern. Infolge des fortgesetzten unverantwortlichen Missbrauches der Antibiotika innerhalb und außerhalb der Humanmedizin werden unsere Waffen stumpf“, beschreibt Dr. Wolfram Kluge und findet deutliche Worte, den aktuellen Stand zu skizzieren. Auf dem Weimarer Symposium sollen in Vorträgen und Diskussionen neue Methoden besprochen werden, um das Infektionsrisiko einzudämmen. Inhaltlich gehen die Vorträge u.a. der Frage nach, wie antibiotikabeschichtete Implantate helfen könnten, es werden Techniken zur rechtzeitigen Erkennung und Behandlungen von Infektionen bei Operationen am Skelett vorgestellt. Eine besondere Rolle spielt die Infektion in der Umgebung großer Metallimplantate, z.B. künstlicher Gelenke. Auch die Wichtigkeit der fachübergreifenden Zusammenarbeit mit Kollegen anderer Disziplinen oder aber der Austausch mit Kollegen des eigenen Fachgebietes zur effektiven Behandlung der Patienten wird ein Thema sein.

Alle Informationen sowie das gesamte wissenschaftliche Programm zum Kongress gibt es unter www.unfallsymposium-weimar.de. Journalisten sind sehr herzlich eingeladen, sich über das Thema mit den Experten auszutauschen und darüber zu berichten!