Grußwort

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
die Tradition der Weimarer Unfallchirurgisch-Orthopädischen Symposien fortzusetzen, dabei auch noch mit dem Zehnten beginnen zu können, ist mir eine Ehre. Gemeinsam mit meinen Mitarbeitern der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie des Sophien- und Hufeland-Klinikums lade ich Sie ganz herzlich für den 28. und 29. Januar 2011 zum 10. Weimarer Unfallchirurgisch-Orthopädischen Symposium in die Kassenärztliche Vereinigung nach Weimar ein.
Die vorausgegangenen Symposien hatten entweder eine Körperregion oder ein Querschnittsthema als Schwerpunkt. Mit der Osteoporose haben wir diesmal bewusst eine Problematik ausgewählt, die Orthopäden und Unfallchirurgen gleichermaßen in ihrer täglichen Arbeit beschäftigt. In der Unfallchirurgie hat uns diese Erkrankung vor biomechanische Herausforderungen gestellt, denen wir bisher nur Ansatzweise gerecht werden.
Heilen heißt bei der Fraktur des alten Menschen, einen Knochen sofort wieder tragfähig zu machen, der gebrochen ist, nicht, weil bei einen Unfall eine ungewöhnlich hohe Energie auf ihn einwirkte, sondern weil er soviel an Substanz verloren hat. Dem Orthopäden beschert die zunehmende Lebenserwartung seiner Patienten mehr Arthrosen, aber auch die Forderung nach längeren Standzeiten der Implantate bei gleichzeitig schlechter werdenden Verankerungsmöglichkeiten. Treffen Endoprothese und Fraktur aufeinander wird schlaglichtartig klar, daß die Trennung unserer Fachgebiete von der klinischen Realität überholt wurde.
Bis vor Kurzem war eine klassische Manifestation der Osteoporose, die Sinterungsfraktur eines Wirbelkörpers, kein chirurgisches Thema. Heute macht es einen guten Teil des klinischen Alltages des Wirbelsäulenchirurgen aus und hat ihn zum unentbehrlichen Spezialisten werden lassen, auch am regionalen Versorgungskrankenhaus. Selbstredend wäre die Vermeidung der osteoporotischen Fraktur die ideale Lösung. Diese interdisziplinäre Aufgabe läuft dem Trend einer Medizin entgegen, in der immer mehr Kollegen über immer weniger immer mehr wissen. Der frequente Gedankenaustausch wird somit essentiell.
Bitte beteiligen Sie sich mit Vorträgen und Diskussionsbeiträgen daran. Wir als Veranstalter wünschen uns einen fruchtbaren Austausch unter Experten und Praktikern und streben einen guten Mix an aus Übersichtsreferaten nationaler, vielleicht sogar internationaler Spezialisten und originären Beiträgen aus der Region. Cosmopolis triftt Kleinstadt, ist seit jeher das Erfolgskonzept Weimars gewesen. Wir hoffen, dass dieser Genius Loci auch unser Symposium beflügelt.
PD Dr. med. Olaf Bach
Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie
Sophien- und Hufeland-Klinikum gGmbH