Workshop-Programm
Workshop-Programm
WS 1 • Vorstellung des Wundnetzes Jena/Thüringen
Leiter: | Heiner Schmitz, C. Hansmann (Jena) |
Inhalt: | |
WS 2 • Ausgewählte Aspekte der Ernährung
Uhrzeit: | 0900-1030 Uhr |
Referat 1: | Mario Schölzel (Weimar) |
Essen und Trinken sind sind menschliche Grundbedürfnisse und spielen daher eine zentrale Rolle für Gesundheit und Wohlbefinden. Ausreichende Nahrungsaufnahme im Krankenhaus ist aus vielfälltigen Gründen oft nicht ausreichend möglich. In einer Akutklinik sind ca. 30% aller Patienten Mangelernährt. Die Folgen sind negative Auswirkungen auf Organfunktionen, Prognose, Lebensqualität, Komplikationsrate, Mortalität, Kosten, Krankenhausverweildauern um nur einige zu nennen. Um diesen Zustand entgegen zu wirken wurde 2008 der Expertenstandard "Ernährungsmanagement zur Sicherstellung und Förderung der oralen Ernährung in der Pflege" entwickelt. Die vorliegende Präsentation soll eine mögliche Implementierung sowie Grenzen aufzeigen. | |
Referat 2: | Michaela Wagner (Leutenberg) |
Die Versorgung älterer Menschen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen wird immer wieder scharf diskutiert und kritisiert. Im Referat wird veranschaulicht, wie die Ernährung im Fachkrankenhaus „Schloss Friedensburg“ an die individuellen Bedürfnisse des Patienten angepasst wird. – Ein Praxisbeispiel. | |
Referat 3: | Nadine Fleischer (Schkeuditz) |
Im Workshop soll eine Studie "Untersuchung zum Ernährungsmanagement in einer stationären Altenpflegeeinrichtung“ präsentiert werden. Die Darstellung soll aufzeigen, wie mittels der sechs Standardebenen des Expertenstandards „Ernährungsmanagement zur Sicherstellung und Förderung der oralen Ernährung in der Pflege“ die Umsetzung des Ernährungsmanagements in einer stationären Altenpflegeeinrichtung ermittelt werden kann. Hierzu soll das methodische Vorgehen bei der Untersuchung erläutert werden. Insgesamt soll verdeutlicht werden, wiedie Umsetzung des erworbenen Fachwissens und die strukturellen organisatorischen Vorgaben überprüft werden können, um Ansätze zur Behebung eventuell vorhandener Umsetzungsdefizite darzustellen. | |
WS 3 • Unterstützung der Ernährungsversorgung im Pflegealltag nach
kinästhetischen Prinzipien
Leiter: | Nadja Gröger (Jena) |
Inhalt: | |
WS 4 • Schmerzmanagement in der stationären Altenhilfe
Leiter: | Dr. Hubert Jocham (Tettnang) | |
Inhalt: | ||
Referat 1: | Ralf Holzinger (Schweinfurt) |
Überall dort, wo Menschen versorgt werden, die einer systematischen Schmerztherapie bedürfen, ist es wichtig, das Phänomen „Schmerz“ nachvollziehbar zu erfassen und zu dokumentieren. Häufig fehlen jedoch geeignete Dokumentationsinstrumente, die eine „aktuelle und systematische Schmerzeinschätzung und Verlaufskontrolle“ ermöglichen, wie es der DNQP-Expertenstandard „Schmerzmanagement“ verlangt. Am Beispiel des Schmerzerfassungsinstruments der Palliativstation in Schweinfurt soll aufgezeigt werden, wie dies in der Praxis gelingen kann und wie Sie das Konzept dieses Instruments auf die Erfordernisse Ihrer Einrichtung anpassen können. | |
WS 5 • Pflegegeschichte unterrichten: Workshop für Lehrerinnen und Lehrer in der
Pflege
Leiter: | Mathilde Hackmann (Hamburg) |
Inhalt: | |
WS 6 • Dauerbrenner – Pflegeprozess und Pflegedokumentation
Uhrzeit: | 1315-1445 Uhr |
Referat 1: | Winfried Zinn (Berlin) |
Hier ein paar Aspekte: Die Versorgung älterer Menschen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen wird immer wieder scharf diskutiert und kritisiert. Im Referat wird veranschaulicht, wie die Ernährung im Fachkrankenhaus „Schloss Friedensburg“ an die individuellen Bedürfnisse des Patienten angepasst wird. – Ein Praxisbeispiel | |
Referat 2: | Rüdiger Ostermann (Münster) |
Im Rahmen dieses Beitrages werden die Vorteile einer EDV-gestützten Pflegedokumentation gegenüber einer Papierdokumention aufgezeigt. Dabei beschränken sich die Ausführungen zu den Themenbereichen "Schmerz" und "Demenz". Es wird zudem auf die Nutzung von NANDA-Pflegediagnosen für diese beiden Bereiche eingegangen. | |
| Katrin Haladyniak (Magdeburg) |
Im Zuge Standort übergreifender Umstrukturierungs- und Synchronisationsprozesse im Spannungsfeld der Fusion zweier Kliniken in Trägerschaft der Pfeifferschen Stiftungen, einer diakonischen Einrichtung in Magdeburg, wurde die Managementstruktur der Kliniken reorganisiert. Im EDV-gestützte Pflegedokumentationssystem arbeiten wir jetzt: • nach dem 4Phasenmodell von Yura und Walsh • mit pflegephänomenbasierten Assessments • mit Katalogen zur Benennung des Ausprägungsgrades, der zu planenden Interventionen sowie deren Ziele • des Weiteren wird aus der Leistungserfassung die PPR sowie der PKMS ermittelt. Die jetzige Dokumentation und unsere weiteren Ziele sollen in diesem Referat skizziert werden. | |
WS 7 • Stressbewältigung und Entspannungstechniken für Pflegepersonal
Leiter: | Klaus-Dieter Erler (Weimar) |
Inhalt: Ein „Erste-Hilfe-Lehrgang“ für Pflegende, die häufig Stresssituationen ausgesetzt sind. | |
WS 8 • Pflege und Demenz I
Uhrzeit: | 1315-1445 Uhr |
Referat 1: | Henrike Baldauf, Ute Rosenbaum (Zwickau) |
In dem vom Sächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst geförderten Projekt „Selbstbestimmt Leben mit Demenz“ befasst sich ein Team von Gerontologen, Psychologen, Pflegewissenschaftlern und Architekten Aspekte der Wohn- und Lebensqualität von alleinlebenden Menschen mit Demenz zu erfassen. Dabei findet eine Kombination standardisierter Instrumente (u.a. MMST, DEMTEC, IADL, GDS, WHOQOL BREF und OLD) und teilstrukturierten Interviews mit 50 Demenzbetroffenen, die in der Stadt Zwickau und Umgebung leben, Anwendung. Der Vortrag nimmt Bezug auf die ersten Ergebnisse zur Selbstständigkeit und zu den Ressourcen sowie dem Selbstpflegepotenzial von alleinlebenden Menschen mit Demenz. Weiterhin werden die Bedürfnisse und Kompetenzen dieser Personengruppe dargestellt. Auswirkungen auf die Beratung alleinlebender Menschen mit Demenz werden diskutiert. | |
Referat 2: | Prof. Elke Hotze (Osnabrück) |
Vorgestellt werden die Ergebnisse einer Evaluation des Wohnkonzeptes „Beschütztes Wohnen“ für Menschen mit schwerer Demenz in einer stationären Altenpflegeeinrichtung. Im Gegensatz zu der kontrovers diskutierten Betreuungsform der Pflegeoase, bei dem die Bewohner tags wie auch nachts in einem Gemeinschaftsraum verbringen, werden die Bewohner im Beschützten Wohnen nur tagsüber gemeinsam in einem Raum betreut bzw. können bei Bedarf in das nahe gelegene individuelle Bewohnerzimmer gebracht und dort betreut werden. Hierdurch soll jedem Bewohner die Möglichkeit gegeben werden, sich aus der Gemeinschaft auch zurück zu ziehen. Die Ergebnisse zeigen, wie die Idee in einer Pflegeeinrichtung umgesetzt wird und welche Effekte bei den Bewohnern beobachtet werden konnten. Zudem ergeben sich Hinweise auf die Bedürfnislage der Menschen mit schwerer Demenz in Bezug auf das Spannungsfeld Privatsphäre und Teilhabe an der Gemeinschaft. | |
WS 9 • Schaumkost – alternative Darreichungsform und Ergänzung der
herkömmlichen Ernährungsversorgung im Pflegealltag
Leiter: | Kerstin Oßwald (Jena), R. Haaré, B. Schäller (Weimar) |
Inhalt: | |
WS 10 • Der besondere Fall!? Wie würden Sie entscheiden ... Wundtherapie
und Wundbehandlungsprozess anhand von Fallbeispielen
Leiter: | Gonda Bauernfeind (Hamm/Sieg) |
Inhalt: | |
WS 11 • Pflegeprozessgestaltung mit dem WEG-Modell und DAN-GSI – Berichte
aus der Praxis
Leiter: | Prof. Stefan Dorschner (Jena) |
Inhalt: | |
WS 12 • smoothfood® Richtig kochen im Pflegeheim
Leiter: | Herbert Thill (Edertal Gellershausen) |
Inhalt: In diesem Kurs wollen wir die Kostformen aus ihrem Schattendasein von liebloser Resteverwertung befreien und Verbesserungskonzepte entwickeln. Essen soll für Auge und Gaumen ein Genuss sein. | |
WS 13 • Neues Wissen zur Dekubitusbehandlung und -prophylaxe!?:
Aktualisierung des Expertenstandard „Dekubitusprophylaxe in der Pflege“
(DNQP) und neuer Leitlinien
Leiter: | Gonda Bauernfeind (Hamm/Sieg) |
Inhalt: | |
WS 14 • Pflege und Demenz II
Uhrzeit: | 1700-1830 Uhr |
Referat 1: | Saskia Meyer (Berlin) |
Ältere, pflegebedürftige Menschen auch mit Demenz haben ein hohes Risiko für eine Unterernährung, was mit einer schlechteren Lebensqualität und höherer Mortalität assoziiert ist. Immer häufiger zieht diese Personengruppe in ambulant betreute Wohngemeinschaften (WG). Das Leben in WG ist gekennzeichnet durch die Selbstbestimmung der Bewohner. Dies gilt auch für alle Facetten der Ernährung. Für die neue Versorgungsform ambulant betreute WG liegen derzeit unzureichende Daten über den Ernährungszustand der Bewohner/innen vor. Ein Ziel der WGQual-Studie war es, die Risiken für eine Unterernährung von Bewohnern von ambulant betreuter WG zu untersuchen. | |
Referat 2: | J. Gräske (Berlin) |
Lebensqualität von Menschen mit Demenz wird zunehmend in der praktischen Versorgung zur Evaluation der pflegerischen Arbeit genutzt. Auch wenn es einen Konsens über die Notwendigkeit gibt, ist die Bestimmung der Lebensqualität nicht ohne Einschränkungen möglich. Im Workshop werden die Methoden der Selbst- und Fremdeinschätzung (bspw. durch Pflegende) gegenüber gestellt und diskutiert. | |
Referat 3: | Prof. Karin Wolf-Ostermann (Berlin) |
Das Konzept der ambulant betreuten Wohngemeinschaften (WG) für ältere pflege bedürftige, demenziell erkrankte Menschen stellt einen Wechsel in der Auffassung von Betreuungskonzepten dar und rückt Dezentralisierung, Normalisierung und Wahlfreiheit der Bewohner/innen in den Fokus. Die starke zahlenmäßige Zunahme dieser Versorgungsformführt dazu, dass auch zunehmend Anforderungen an die Entwicklung von Qualitätsrichtlinien für diese Wohnform Eingang in neue gesetzliche Regelungen finden.Fundierte und angepasste Qualitätskonzepte fehlen jedoch bislang. Im Rahmen der vom BMBF geförderten Studie WGQual wurden wissensbasierte Qualitätsindikatoren zur Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität speziell für das Setting WG entwickelt und in der alltagspraktischen Umsetzung evaluiert. Die entwickelten Qualitätsindikatoren stellen eine Basis für die (dezentrale) Qualitätsentwicklung in ambulant betreuten WG dar. Sie ermöglichen es, erste valide Beurteilungskriterien in Bezug auf relevante Akteursgruppen (Bewohner/-innen, Angehörige, Pflegedienste, Vermieter/innen) aufzustellen und tragen so zu einer größeren Transparenz für alle Beteiligten in diesem Versorgungssektor bei. | |
WS 15 • Stressbewältigung und Entspannungstechniken für Pflegepersonal
Leiter: | Klaus-Dieter Erler (Weimar) |
Inhalt: Ein „Erste-Hilfe-Lehrgang“ für Pflegende, die häufig Stresssituationen ausgesetzt sind. | |