Grußwort OB Weimar
Sehr geehrte Damen und Herren,
verehrte Gäste der Stadt Weimar,
„Das einfach Schöne soll der Kenner schätzen;
Verziertes aber spricht der Menge zu.“
so schreibt unser Weimarer Dichter Johann Wolfgang von Goethe in seinem Trauerspielfragment „Die natürliche Tochter“ - fast möchte man meinen, er habe das Motto der Weimarer Klassik damit in seiner reinsten Form in Worte zu fassen gesucht.
Wenn ich Sie als Mitglieder des „Mitteldeutschen Arbeitskreises Ästhetische Chirurgie“ mit diesen Worten sehr herzlich zu Ihrer 6. Jahrestagung in Weimar begrüße, dann verbinde ich damit natürlich die Hoffnung, dass Sie diese einfachen Wunder der natürlichen Kulturschönheit hier während Ihres Aufenthaltes wieder finden.
Möge Weimar, die Kulturstadt Europas Sie anregen. Möge sie Ihnen für Ihre verantwortungsvolle Arbeit durch ihren Reichtum an Schönheit Anregungen geben, die Sie in der Zukunft assoziativ und fruchtbringend einsetzen können. Die Frage der beauté, das Spiel zwischen Natur und Kultur beschäftigt ja auch Sie in Ihrem Alltag. In Weimar ist dieses Spiel weit über das Zeitalter der deutschen Klassik hinaus - von Johann Sebastian Bach bis zum Staatlichen Bauhaus Weimar - zum Motiv und zur Motivation des literarischen, musikalischen und bildnerischen Nachdenkens geworden. Lassen Sie sich also von der Klassikerstadt inspirieren. Und lassen Sie es sich neben Ihrer Arbeit in unserer Stadt dabei auch wohl ergehen.
Denn über dem Kulturort Weimar sollten Sie nicht vergessen, dass diese kleine Weltstadt an der Ilm auch berühmt ist für die Dichte ihrer Café- und Kneipen-Landschaft. Auch diese Attraktion hat seine angenehmen Seiten - für den Kenner wie für die Menge. Seien Sie durch Weimar also herzlich zu einem abendlichen Bummel in unsere Altstadt verführt!
Ihr Stefan Wolf
Oberbürgermeister
