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die Zusammenarbeit des Unternehmers Carl Zeiß und des Wissenschaftlers
Ernst Abbe wurde die Stadt im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts
zum Inbegriff produktiver Verbindung von Wissenschaft und Industrie.
Heute ist Jena Standort der einzigen Volluniversität –
der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der größten
Fachhochschule des Freistaates Thüringen und beherbergt darüber
hinaus eine Vielzahl außeruniversitärer Forschungseinrichtungen,
wie das Hans-Knöll-Institut für Naturstoff-Forschung e.
V., das Institut für Molekulare Biotechnologie e. V., das Institut
für Physikalische Hochtechnologie e. V., das Frauenhofer-Institut
für Angewandte Optik und Feinmechanik Jena, das Max-Planck-Institut
zur Erforschung von Wirtschaftssystemen, das Max-Planck-Institut
für Chemische Ökologie sowie das Max-Planck-Institut für
Biochemie.
Vorhandene Traditionen und gewachsene Kompetenzen
ermöglichten den Ausbau zu einem zukunftsorientierten High-Tech-Standort.
Hervorragende Voraussetzungen bieten sich durch Unternehmen wie
CARL ZEISS JENA GmbH und die JENOPTIK AG (beide Nachfolgeunternehmen
des ehemaligen Kombinates CARL ZEISS), die SCHOTT JENAer Glas GmbH,
die JENAPHARM GmbH & Co. KG sowie eine Vielzahl neu- bzw. ausgegründeter
Technologiefirmen. Stellvertretend seien hier Unternehmen wie die
Intershop AG, die CyBio AG, die Analytik Jena AG, die Asclepion
Meditec AG und die Biolitec AG, die bereits am Neuen Markt vertreten
sind, genannt.
Neben der Bewertung der Unternehmen an der Börse
sind es die mit jedem dieser Unternehmen neu geschaffenen Arbeitsplätze,
die Sicherung von Arbeitsplätzen in kooperierenden Unternehmen
und nicht zuletzt die weltweite Anerkennung für neuentwickelte
Produkte und Verfahren „Made in Jena“, die den Ruf Jenas
als Hochtechnologiestandort begründen. Mit fast 50 % Exportanteil
ist die Industrie am Standort Jena an der Spitze des Freistaates.
Eine hochkarätige Wissenschaftslandschaft und
deren enge Kooperation mit der Wirtschaft waren auch Voraussetzung
für die Beteiligung Jenas am bundesweiten BioRegio-Wettbewerb.
Im Ergebnis dessen ist Jena die Nummer 1 für Biotechnologie
in den neuen Bundesländern. Für die in der Region Jena
in besonderem Maße positiv zu bewertende Neuorientierung von
Forschung und Wirtschaft auf dem Gebiet der Biotechnologie erhielt
Jena von der internationalen Jury ein Sondervotum, verbunden mit
einer besonderen Förderung durch Bund und Land.
Eine Reihe von neu gegründeten Unternehmen auf
dem Gebiet der Biotechnologie spricht für den Erfolg des Konzepts.
Das Bioinstrumentezentrum (BIZ) Jena, ein auf die Belange der Biotechnologie
ausgerichtetes Gründerzentrum, wurde im Herbst 2000 auf dem
Wissenschaftscampus Beutenberg eingeweiht.
Darüber hinaus bildet Jena den Kern des Kompetenznetzes
OptoNet, das in Thüringen geografisch die Regionen Erfurt,
Gera, Ilmenau und Jena umfasst und starke Verbindungen in die Bundesländer
Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen und Sachsen
hat.
Optonet fördert die Vernetzung von Unternehmen,
Universitäten, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen,
um die internationale Entwicklung auf dem Gebiet der Optiktechnologie
aktiv mitzugestalten.
Basierend auf der langjährigen feinmechanisch-optischen
Tradition hat sich in der Technologieregion Jena-Ilmenau-Erfurt
ein weiteres Kompetenznetz Ophthalmoinnovation Thüringen entwickeln
können. Eine herausragende Stellung kommt hierbei der Forschung
und Entwicklung von Systemen für Diagnose und Therapie der
Augenheilkunde/ Ophthalmologie zu.
In weiteren Netzwerken, beispielsweise auf dem Gebiet
der Nanotechnologie, wirken Jenaer Unternehmen und wissenschaftliche
Einrichtungen in gewichtigem Maße mit.
Neben den großen Projekten BioRegio Jena, OptoNet
und Ophthalmoinnovation ist es eine Vielzahl weiterer Kooperationen
zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, die die Innovationskraft des
Standortes stärken.
Die Stadt Jena mit ihren Kompetenzen in Wissenschaft und Wirtschaft
versteht sich aber nicht allein als High-Tech-Zentrum Thüringens,
sondern bietet ihren Einwohnern und Gästen ein umfangreiches
Kulturangebot (Jenaer Philharmonie, Jenaer Theaterensemble, Kulturarena,
Literaturfest u.v.m.).
Als ein Zielort der Touristikroute „Klassikerstraße“
war sie wichtiger Partner Weimars im Rahmen des Großereignisses
„Kulturstadt Europas 1999“. Darüber hinaus besitzt
Jena eine Vielzahl von populärwissenschaftlichen Attraktionen
wie das Zeiss-Planetarium, den Botanischen Garten, das Phyletische
Museum, das Optische Museum, Veranstaltungen IMAGINATA u.v.a.m.
Sportinteressierten werden vielfältige Betätigungsfelder
geboten, wie z. B.: Fitness-Studios, Squash-Center, Saunen, Solarien,
Schwimm- und Erlebnisbad, Tennis, Reiten, Rasen-Hockey, Fechten,
Ringen, Judo, Kanufahren, Leichtathletik u.v.m. Jena besitzt zudem
ein eigenes Stadion. Eine breitangelegte und intensive Vereinstätigkeit
ist Ausdruck des besonderen Stellenwertes des Sports in unserer
Stadt. Jena ist Landesleistungszentrum für die Sportarten Leichtathletik,
Ringen und Judo. Das im Bereich der Leichtathletik jährlich
in Jena veranstaltete international bekannte ZEISS-Meeting fand
2001 bereits zum 12. Mal statt.
All diese Charakteristika und Angebote der Stadt
Jena machen zusammen mit den für die Wirtschaft günstigen
Standortfaktoren – das Vorhandensein eines hochqualifizierten
Arbeitskräftepotenzials, die gute Verkehrsanbindung und die
zentrale Lage – den besonderen Stellenwert Jenas in den neuen
Bundesländern aus. So gilt Jena als „Leuchtturm“
Thüringens bzw. „Boom-Town“ des Ostens.
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