Workshop 1
Spiegeltherapie
Im Workshop werden theoretisch und praktisch relevante Grundlagen der Spiegeltherapie erarbeitet, die auf der Integration von visuell-motorischem, taktil-sensorischem Feedback und Imagination aufbaut. Die Therapiewirkung konnte empirisch aufgezeigt und kann neurologisch vielseitig eingesetzt werden.
Workshop 2
Unterschiede in der Schlucktherapie bei erworbenen Hirnschäden und bei neurodegenerativen Erkrankungen
Die Dysphagietherapie bei Patienten mit progredienten neurologischen Erkrankungen (z.B. ALS) kann für beide Seiten, sowohl für den Patienten wie auch für den Therapeuten, sehr frustrierend sein. Erfolge stellen sich aufgrund der Erkrankung nicht ein. Ist eine Therapie dann überhaupt sinnvoll? Diese Frage stellen wir uns bei Patienten mit einer erworbenen Hirnschädigung nicht. In dem Workshop werden die Behandlungspfade dargestellt, die sich aufgrund der unterschiedlichen Krankheitsmechanismen zwingend ergeben.
Workshop 3
Trachealkanülenmanagement
Themenbedingt werden die praktischen Anleitungen durch zahlreiche Videobeispiele und interaktives Entwickeln von Prozeduren ersetzt.
1. Folgende Punkte werden unter besonderer Berücksichtigung der aktuellen Leitlinien gemeinsam erarbeitet:
• Stellenwert der endoskopischen Diagnostik
• Material: Trachealkanülen Modelle
• Umgang: Trachealkanülen Wechsel, Therapie mit Trachealkanüle
• Komplikationen: dezentrierte TK Position, Stoma, Notfälle mit Trachealkanüle
2. Vorstellung eines Dekanülierungsmanagements unter besonderer Berücksichtigung der sog. „Risikodekanülierung“
Workshop 4
Nachhaltiger Transfer motorischer Leistungen in den Alltag – am Beispiel der Gangrehabilitation
M. Huber beschreibt „Transfertheorien“ und H. Thieme, wie die „Integration von Evidenz in physiotherapeutisches Handeln“ gelingt. „Assessments“ packt K. Starrost in den „Handwerkskoffer“ und C. Pott gibt einen Überblick über „Aspekte der patientenorientierten Therapie: von der Hilfsmittelversorgung bis zur Projektarbeit“. Die Teilnehmer lernen - am Beispiel der Gangrehabilitation- und mit viel Praxisbezug, wie der “Nachhaltige Transfer motorischer Leistungen in den Alltag“ gelingt. Die Referenten des Workshops sind Therapeuten, welche die Integration externer Evidenz in den therapeutischen Alltag praktizieren.
Workshop 5
ICF-orientierte Patientenschulung in der neurologischen Rehabilitation
Stark praxisorientierte Darstellung eines idealtypischen Wegs von der Idee einer Patientenschulung über die praktische Umsetzung bis hin zu Strategien der Erfolgsbewertung
Workshop 6
Sozialmedizinische Begutachtung
Das Sozialversicherungssystem Deutschlands gilt auch auf dem Sektor Rehabilitation als eines der besten weltweit. Eine Schwäche liegt jedoch in der „Gliederung“, die die beteiligten Träger (Kranken-, Renten-, Unfallversicherung usw.) verpflichtet, sich auf ihren jeweiligen gesetzlichen Auftrag zu beschränken und Wirtschaftlichkeit an den jeweils eigenen Ressourcen zu messen. Durch die zunehmende Bedeutung privater Vorsorge wird das System noch komplexer. Anhand von drei Fallverläufen aus der Praxis des Rehabilitationsmanagements wird dargestellt, wie kontraproduktiv, ja vernichtend, sich korrekte sozialmedizinische Begutachtung in einem Segment der Sozialversicherung auf Rehabilitationsbemühungen in anderen Segmenten auswirken kann. Daraus wird der Vorschlag abgeleitet, neben die traditionelle Empfehlung, die Begutachtenden mögen sich auf ihren Auftrag beschränken, eine andere Empfehlung zu stellen, die Begutachtenden mögen schädliche Nebenfolgen für andere Rehabilitationsleistungen berücksichtigen und soweit möglich verringern.
Workshop 7
Weiterqualifizierung für die therapeutische Pflege in der neurologischen Frührehabilitation
Therapeutische Pflege mit der besonderen Ausrichtung auf das Training alltagsnaher Fähigkeiten und Funktionen durch interdisziplinäre Zusammenarbeit ist in der Rehabilitation ein therapeutisches Fach geworden. Die Qualifizierungen reichen von verschiedenen Schulungen über indikationsspezifische Einarbeitungskonzepte und Kompetenzförderungen bis zu Fachweiterbildungen und akademischen Ausbildungen. Ein DGNR-Curriculum unterstützt die Erfüllung der OPS-Kriterien für besonders geschultes Personal (8-552) durch die bundeseinheitliche Qualifizierung in der neurologischen Frührehabilitation. Die Weiterbildungsangebote werden dargestellt und diskutiert.
Workshop 8
Bewegend berührt, berührend bewegt – Sherborne Developmental Movement (SDM)
Was ist Sherborne Developmental Movement?
Dieser Ansatz basiert auf der Philosophie und Theorie der menschlichen Bewegung, die von Rudolf Laban (Pionier und Begründer der modernen europäischen Bewegungsanalyse) erstellt wurde. Er wurde von Veronica Sherborne über einen Zeitraum von 30 Jahren entwickelt, zunächst in ihrer Arbeit mit Kindern mit schweren Lernschwierigkeiten, ist aber jetzt für Menschen aller Altersstufen und mit allen Arten von sonderpädagogischem Förderbedarf sowie für Menschen ohne Förderbedarf erweitert worden. Bewegungserfahrungen sind von grundlegender Bedeutung für die Entwicklung aller menschlichen Wesen, sind aber besonders wichtig für Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Das Ermöglichen von Bewegungserfahrungen muss intensiver und kontinuierlicher stattfinden, damit diese Menschen ihr volles Potential realisieren können. Diese Methode legt großen Wert auf die gleichberechtigte Entwicklung der physischen Fähigkeiten und positiven Beziehungen zu anderen Menschen durch gemeinsame Erlebnisse. "Bewegung hat eine Qualität, und dies ist nicht ihre utilitaristische oder sichtbare Seite, sondern ihre gefühlte und erspürte. Man muss Bewegungen erfahren, so wie man auf Geräusche hört, um ihre volle Kraft und ihre volle Bedeutung zu schätzen." "Effort" - Rudolf Laban und F.C. Lawrence (1974). Dieser Workshop gibt einen kleinen Einblick in die große Bandbreite dieses Bewegungs- und Förderkonzeptes.
Workshop 9
Elektrotherapie zentral und peripher
In den Beiträgen von Hummel (transkranielle Gleichstromstimulation, tDCS) und Quintern (funktionelle Elektrostimulation, FES) werden die beiden Elektrotherapiemethoden hands-on demonstriert, die neuro-physiologischen Grundlagen erklärt und die klinische Bedeutung der Methoden dargestellt.
Workshop 10
Gesprächsführung mit Patienten und Angehörigen in der neurologische-neurochirurgische Rehabilitation
Angehörige von Rehapatienten befinden sich häufig in einer Ausnahmesituation, entweder weil sie überraschend mit der neuen Situation konfrontiert werden oder mit dem Heilungsfortschritt unzufrieden sind oder aufgrund eines bleibenden Schadens des Patienten andauernd mit seiner Betreuung gefordert ist. Für diese 3 Gruppen werden wir gemeinsam Gesprächsführungsmuster entwickeln und entsprechend der Bedürfnisse der Gruppe Lösungsmodelle für zufriedenstellende Gespräche finden und gemeinsam einüben. Als hilfreiche Methode erweist sich dabei die Idiolektische Gesprächsführung.
Workshop 11
Praxis der Laufbandtherapie in der neurologischen Rehabilitation
Die Laufbandtherapie gehört zu einer gut untersuchten Trainingsmethode in der neurologischen Rehabilitation. Zusätzlich zur physiotherapeutischen Behandlung ermöglicht diese Trainingsform, eine Intensivierung des Gehens und fördert die Fitness und Ausdauer, sowie die Kraft und Balance. Während der Rehabilitation kann das Laufband bei einer Vielzahl von Indikation effektiv genutzt und eingesetzt werden. In dem Workshop soll der Teilnehmer anhand eines theoretischen und praktischen Teils einen umfassenden Überblick über die Laufbandtherapie in der Neurologie erhalten. Der theoretische Teil konzentriert sich auf die Einsatzmöglichkeiten des Laufbandtrainings im Hinblick auf verschiedene Krankheitsbilder. Es werden physiologische Grundlagen und wissenschaftliche Erkenntnisse zur Wirksamkeit vermittelt. Zusätzlich beinhaltet dieser Teil einen Überblick über die Assessments zur Ermittlung der Leistungsverbesserung.
Im praktischen 2. Teil des Workshops soll durch eine Patientendemonstration gezeigt werden, wie ein Laufbandtraining in der Physiotherapie gestaltet und durchgeführt werden kann.
Workshop 12
Burnout bei ÄrztInnen
Mit dem Begriff "Burnout", verbindet der Fachmann das "Ausgebrannt sein" mit physischer oder psychischer Erschöpfung aufgrund der beruflichen Situation.
Das Phänomen wurde zuerst bei sozialen Berufen beobachtet und bei Managern und Lehrern beschrieben. Schon in den 70er Jahren zeigte Freudenberger viele Situationen auf, bei denen Personen mit einem großen persönlichen Engagement und hoher Leistungserwartung in diesen Krankheitszustand verfielen.
Dass ein "Burn-out" nur jemanden treffen kann, der vorher "entflammt" war. Da ist etwas Wahres dran. Denn es trifft in der Tat meistens die, die eine hohe emotionale Bindung an ihre Arbeit haben und ihr Selbstwertgefühl sehr stark durch den Erfolg in ihrer Arbeit definieren.
Wenn nun Zielvorstellungen nicht erfüllt werden können und noch mehr Zeit zur Erreichung dieser Erwartungen investiert wird, dann erschöpfen sich diese Menschen in ihrer Arbeit und brennen aus.
Der auslösende Faktor für das Burnout ist sehr oft die Diskrepanz zwischen den selbst gestellten Zielen und der Konfrontation mit der Praxisrealität.
Der gesamte Prozess des Ausbrennens vollzieht sich in mehreren Phasen, die mit der Reduzierung des eigenen Engagements beginnen und bis zur völligen Hilflosigkeit reichen. Allerdings muss man ja auch sehen, dass trotz der schlechten Arbeitsbedingungen und des hohen Stresses in der Palliativ-Versorgung oder im Krankenhaus nicht alle ÄrztInnen und MitarbeiterInnen vom Burnout bedroht sind.
In diesem Praxis-Workshop geht es um:
• Wie erkenne ich den Burnout /Selbsttest.
• Unterscheidung von Stress und Burnout.
• Die drei Phasen des Burnout / auslösende Faktoren.
• Was sind die Verstärker?
• Was sind die Blocker?
• Darstellung der Grundsätze für den Weg aus dem Burnout.
• Was die Betroffenen selbst tun können.
Workshop 13
Die fiberendoskopische Evaluation des Schluckaktes (FEES) – Demonstration und Fallbeispiele
In einem kurzen Vortragsteil stellen wir die Indikation sowie Vor- und Nachteile der Untersuchungstechnik vor. Außerdem gehen wir auf grundsätzliche therapeutische Möglichkeiten bei neurogenen Schluckstörungen ein. Danach wollen wir rein anwendungsorientiert die Technik der Untersuchung vorstellen. Dazu führen wir die endoskopische Untersuchung mit und an den Teilnehmern mit zwei Geräten der Fa. Rehder durch. Den Teilnehmern kann somit ein Eindruck vom Untersuchungsgang und den zu betrachtenden Strukturen vermittelt werden. Anschließend zeigen wir Fallbeispiele aus unseren eigenen Archiven, anhand derer typische Pathologien demonstriert werden. Sodann nehmen wir Stellung zu den von uns durchgeführten Therapiemaßnahmen.
Workshop 14
Besuch bei der Siemens AG, Sector Healthcare, Erlangen
Schwerpunkte der Führung durch die Zentrale des Unternehmens werden sein:
- Vorstellung und Anwendung Bildgebender Verfahren in der Neurodiagnostik mit MR-, CT- und Angio-Systemen sowie
- Besuch der MR-Fertigung
Workshop – Bioness
FES in der Physiotherapie für Groß und Klein- ein interaktiver Workshop über das Add-On in der Neurorehabilitarion
Als ein weltweit führendes Unternehmen in der Neurorehabilitation und auf der Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse hat Bioness Systeme entwickelt, die drahtlos funktionieren und höchsten medizinisch-therapeutischen Ansprüchen genügend in der Versorgung neurologischer Patientengruppen (Schlaganfall, MS, SHT,CP und inkomplette Rückenmarkverletzungen) vom Kind bis zum Erwachsenen zum Einsatz kommen. In einem interaktiven sowie sehr bewegenden Workshop stellen wir Ihnen in Theorie und Praxis unsere Versorgungskonzepte und die vielschichtigen Anwendungsmöglichkeiten in der Physiotherapie vor.
Workshop – Biogen Idec GmbH
Die Bedeutung von Mobilität für MS Erkrankte – innovative Methoden zur Validierung und Rehabilitation
Multiple Sklerose (MS) beeinträchtigt die Muskelkontrolle und Muskelkraft. Gang- und Standunsicherheiten sowie mögliche Stürze sind die Folge. Damit besteht bereits in den frühen Stadien eine deutliche Beeinträchtigung der Lebensqualität der Patienten. Bei dem geplanten Workshop sollen wissenschaftliche und alltagsrelevante Mobilitätsparameter vorgestellt und ihre Bedeutung für Patienten mit Multipler Sklerose erläutert werden. Es werden verschiedene quantitative als qualitative Methoden und Parameter zur Beschreibung von Mobilität und Mobilitätsfähigkeit bei MS Patienten erörtert.
Workshop – Ipsen Pharma GmbH
Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Botulinumtoxin –Therapie der Spastik?
Die Leitlinien der DGNR und der DGN präsentieren Botulinumtoxin A als Behandlung der Wahl der fokalen Spastizität. Wann ist der richtige Zeitpunkt dieser Behandlung? 2 Impulsvorträge sollen kurz die zur Verfügung stehenden Informationen pointiert präsentieren. In einer gemein-samen Podiumsdiskussion können Argumente der Vor-tragenden mit den Anwendern diskutiert und abgewogen werden.
Workshop – Medtronic GmbH & Merz Pharmaceuticals GmbH
Spastiktherapie – Wunsch und Wirklichkeit: Eine Expertendiskussionsrunde
Eine intensive Ergo- und Physiotherapie stellt die Basis bei der Therapie spastischer Bewegungsstörungen dar. Mit der zusätzlichen lokalen Anwendung von Botulinumtoxin A und der intrathekalen Baclofengabe stehen wirksame Methoden zur speziellen Behandlung fokaler, segmentaler und generalisierter Spastik zur Verfügung. Betrachtet man die Versorgungsrealität unserer Patienten, so bleibt die leitliniengerechte Behandlung nach wie vor eine große Herausforderung für Pflege, Therapeuten und Ärzte. Experten diskutieren die aktuellen Aspekte zur leitliniengerechten Spastiktherapie, Patientenmanagement und Versorgungssituation.
Workshop – Sporlastic GmbH
Behandlungs-Management bei Lähmungen der oberen Extremität
Die Behandlung der oberen Extremität bei schweren Lähmungen erfordert einen langfristigen und strukturierten Behandlungsaufbau. Um bestmögliche Therapieergebnisse zu erreichen, ist neben dem Einsatz von evidenzbasierten Methoden vor allem ein strukturiertes Vorgehen in der klinischen und nachklinischen Therapie wichtig. Die Verbesserung des Schnittstellen-Managements sowie inhaltlich und zeitlich angepasste Versorgungskonzepte und Therapieformen beeinflussen das Rehabilitationsergebnis zur Wiedererlangung motorischer Funktionen maßgebend. Schlüsselfaktoren eines modernen und erfolgreichen Versorgungs- und Therapiekonzeptes sind der Schutz vor Komplikationen, die Erhöhung der Therapiezeit, die Einbindung des Patienten hin zum eigenverantwortlichen Handeln sowie Wirtschaftlichkeit. Im Workshop wird das strukturierte Behandlungs-Management bei Paresen der oberen Extremität theoretisch und praxisnah vermittelt.
Lunchsymposium – Otto Bock HealthCare Deutschland GmbH
nstim Services GmbH
Die individuelle Ausprägung des Fallfußes bei ZNS erfordert innovative sowie neuartige Versorgungsansätze. Die jahrzehntelange erprobte und häufig angewandte Standardversorgung mittels Peroneusschiene erfährt seit einigen Jahren Erweiterungsoptionen durch funktionelle Elektrostimulation. Für Patienten, die mit etablierten Möglichkeiten der Orthetik nicht adäquat versorgt werden können (Druckstellen, Spastizität, Compliance), bieten die Anwendung von Oberflächenstimulatoren sowie die Anwendung eines implantierbaren Peroneusstimulators neue Möglichkeiten.