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30.10.2012

12.-15.09.2012 // Pressemitteilung: 57. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neuropathologie (DGNN)

Warum wird das Gehirn krank?

Erlangen. Ob im wohl verdienten Ruhestand oder im jungen Kindesalter, Erkrankungen des Gehirns können zu jedem Zeitpunkt auftreten und das soziale Leben und die beruflichen Perspektiven der betroffenen Patienten nachhaltig stören. „Gerade wieder ist uns die Alzheimer’sche Erkrankung durch die bewegende Biographie von Rudi Assauer über seine fortschreitende Demenz sehr bewusst in Erinnerung“, so Prof. Ingmar Blümcke vom Neuropathologischen Institut des Universitätsklinikums Erlangen und Tagungspräsident der 57. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neuropathologie (DGNN), die vom 12. bis 15. September 2012 erstmals in Erlangen stattfindet.

„Die Erforschung der Alzheimer’schen Erkrankung ist ein Hauptanliegen unserer Fachgesellschaft“, erläutert Prof. Blümcke. „Daher haben wir international renommierte Wissenschaftler aus Klinik und Grundlagenforschung nach Erlangen eingeladen, um gemeinsam neue Strategien für eine zielgerichtete und möglichst individualisierte Therapie zu diskutieren“. Dabei werden nur gemeinsame Anstrengungen von Klinik und Wissenschaft zu erfolgversprechenden Therapien dieser bis heute sehr schwer zu
behandelnden Erkrankung führen.

Wie Tumoren im Gehirn entstehen und zukünftig besser zu behandeln sind, ist eine weitere zentrale Fragestellung des Kongresses. Auch hier liegt die besondere Bedeutung der Neuropathologie im Brückenschlag zwischen Grundlagen- und klinischer Forschung. Prof. Otmar Wiestler, Neuropathologe, wissenschaftlicher Ziehvater von Ingmar Blümcke und Vorstand des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg wird in die herausfordernde Thematik der Krebsentstehung, -diagnose und -behandlung einführen. Darüber hinaus berichten Kliniker über aktuellste Ergebnisse neuer Behandlungsstudien und Nachwuchswissenschaftler stellen ihre aktuellen Analysen zur molekularen Genetik oder Identifizierung neuer Zielstrukturen für die Krebstherapie in Kurzvorträgen und Postern vor.

„Epilepsie, Akromegalie, und Multiple Sklerose sind weitere Schwerpunktthemen“, erläutert Prof. Blümcke. Neben praktischen Workshops über modernste genetische Analysemethoden wird die Tagung zwei Höhepunkte bieten, die nicht unmittelbar mit neurologischen Krankheitsbildern in Verbindung stehen. Prof. Assam El-Osta aus Melbourne arbeitet über Diabetes (erhöhter Blutzucker) und hält seinen Hauptvortrag über die Bedeutung der sogenannten Epigenetik in der medizinischen Ursachenforschung.
Einen weiteren Höhepunkt bildet der Vortrag von Prof. Arnold Kriegstein aus San Francisco, dem es erstmalig gelungen ist, in Langzeitkulturen des sich entwickelnden menschlichen Gehirns die Teilung von Nervenzellen sowie Ihre gerichtete Wanderung in die Hirnrinde molekular zu entschlüsseln. Aus diesen Untersuchungen ergeben sich perspektivisch wichtige Hinweise für Fehlbildungen des Gehirns und damit
vergesellschaftete kognitive Störungen.

Die DGNN-Tagung deckt sowohl für das Fachpublikum als auch die interessierte Bevölkerung ein breites Spektrum interessanter Themen ab. Das gesamte wissenschaftliche Programm finden Sie auf der Kongress-Homepage unter www.neuropathology-erlangen.de.

Journalisten sind herzlich eingeladen, sich auf der Tagung über die neuesten Forschungsergebnisse zu informieren und darüber zu berichten!

Pressekontakt:
Conventus Congressmanagement & Marketing GmbH
Kerstin Aldenhoff
Tel. 0172 / 3516916
kerstin.aldenhoff(at)conventus.de